Gutachten in betreuungsrechtlichen Angelegenheiten

Das Betreuungsrecht hält mehrere Schnittstellen für eine Begutachtung vor. Dies beginnt zu Beginn des Betreuungsverfahren mit den Fragen

  • der Einrichtung einer Einrichtung
  • den Aufgabenbereichen

Insbesondere bei

  • der Frage eines Einwilligungsvorbehaltes
  • der Frage einer Unterbringung zur Behandlung

Seit dem Jahr 2013 gilt für Unterbringungen entgegen des natürlichen Willen des Probanden eine geänderte Rechtslage, die den psychiatrischen Gutachter fordert. Dieser hat zu beantworten, ob der natürliche Wille des Probanden zur Einwilligung in die medizinische Maßnahme ausreicht, ob ggf. eine Unterbringung entgegen den Willen des Probanden aus medizinischer/psychiatrischer Sicht notwendig erscheint. Dies umfasst auch alternative Methoden zur Unterbringung zu prüfen. Weiterhin gilt es eine Form der Zweitmeinung zu etwaigen Behandlungsmethoden (insbesondere im Falle der Anwendung von Psychopharmaka) abzugeben und eine Empfehlung zu geben.

 

Betreuungsrecht

  • Einleitung eines Betreuungsverfahren
  • Einwilligungsvorbehalt
  • Unterbringung gegen den natürlichen Willen.
    • Die Fähigkeit ein Geschäft zu tätigen wird bei allen Erwachsenen unterstellt. Die fehlende Geschäftsfähigkeit stellt die Ausnahme da.